Roy Hargrove (* 16. Oktober 1969 in Waco, Texas) ist ein amerikanischer Jazz- und Funk-Trompeter.
Roy Hargrove wurde von
Wynton Marsalis entdeckt, als dieser Hargroves High School in Dallas besuchte. Starken Einfluss auf
Hargrove hat der Saxophonist
David "Fathead" Newman ausgeübt, der zusammen mit
Ray Charles an seiner Highschool auftrat. Hargrove studierte 1988-1989 im Berklee College of Music in Boston, trat aber zu dieser Zeit schon oft in New York auf und wechselte schließlich an die
The New School in New York. Dort machte er auch seine ersten Aufnahmen zusammen mit dem Saxophonisten
Bobby Watson. Es folgten Aufnahmen mit Superblue,
Mulgrew Miller, und Kenny Washington. 1990 erschien sein ersten Soloalbum
Diamond in the Rough.
Verve ermöglichte Hargrove Aufnahmen mit vielen Größen des Jazz, unter anderem mit
Joe Henderson,
Stanley Turrentine,
Johnny Griffin,
Joshua Redman und
Branford Marsalis. Im Auftrag des
Lincoln Center Jazz Orchestra komponierte er 1993
The Love Suite: In Mahogany.
Roy Hargrove hat schon mit den unterschiedlichsten Musikern gearbeitet. Am Anfang spielte er viel mit
Shirley Horn (live wie auf Platten); er nahm auch mit
Kitty Margolis auf. Im Moment arbeitet er oft mit
Erykah Badu (mit der er auch zur Schule ging),
Common, D'Angelo, Me’shell Ndegeocello. Roy Hargrove gewann 1998 den Grammy Award für sein Album
Habana mit seiner afrokubanischen Band
Crisol. 2002 gewann er den Grammy ein zweites Mal. Diesmal zusammen mit
Herbie Hancock und
Michael Brecker für das Album "Directions in Music".
Hargrove ist der Gründer und Leiter der Formation
The RH Factor, wo er Elemente von Jazz, Funk, Hip Hip, Soul und Gospel kombiniert. 2009 legte er mit
Emergence eine Bigband-Produktion (mit Sängerin
Roberta Gambarini) vor.